Häufige Fragen zur Lipödem-OP

Kosten, Kassenübernahme (seit 2026), Voraussetzungen und Ablauf — kurz beantwortet.

Zahlt die Krankenkasse die Lipödem-OP?

Ja, unter Bedingungen. Seit dem 1. Januar 2026 ist die Liposuktion beim Lipödem unter den Kriterien des G-BA eine reguläre Leistung der gesetzlichen Krankenkassen (seit 08.10.2025 als Regelleistung). Voraussetzung ist u. a. eine mindestens sechsmonatige dokumentierte konservative Therapie (KPE) und die Einhaltung der BMI-Grenzen. Die Entscheidung trifft deine Kasse.

Was kostet eine Lipödem-OP als Selbstzahlerin?

Als Selbstzahlerin kostet eine Liposuktion je nach Umfang und Stadium meist ~5.000–7.500 € pro Eingriff; häufig sind mehrere Eingriffe nötig. Hinzu kommen Erstberatung und Kompressionswäsche. Verbindlich ist das individuelle Angebot der Klinik.

Welche Voraussetzungen muss ich für die Kassenübernahme erfüllen?

Zentrale Voraussetzungen sind eine lückenlos dokumentierte konservative Therapie (KPE) über mindestens sechs Monate und die Einhaltung der BMI-Grenzen (unter 32 bzw. 35 je nach Stadium). Ein gesonderter Antrag ist seit 2026 in vielen Fällen nicht mehr nötig — die Klinik prüft die Kriterien. Kläre den Einzelfall mit deiner Kasse.

Wie viele Eingriffe sind nötig?

Meist sind zwei bis vier Eingriffe nötig, da pro OP nur ein bestimmtes Volumen bzw. Areal behandelt wird. Die genaue Zahl hängt von Ausmaß und Stadium ab und wird in der Klinik individuell festgelegt.

Woran erkenne ich eine qualifizierte Lipödem-Klinik?

Qualitätsmerkmale sind Erfahrung des Operateurs (Fachgesellschaften nennen mindestens 50 Liposuktionen pro Jahr), die Anwendung schonender Techniken (WAL/Tumeszenz) und das Vier-Augen-Prinzip. Mehr dazu unter „Klinik-Qualität“.

Mehr: Was kostet eine Lipödem-OP? · Zahlt die Kasse? · Ablauf · Klinik-Qualität